Die Vogelfreien

Illegale Jäger schießen auf dem Balkan jedes Jahr Millionen Zugvögel vom Himmel. Ein deutscher Ornithologe versucht, das Massaker zu verhindern. In einem Naturschutzgebiet in Bosnien-Herzegowina trifft er auf eine Horde Gesetzloser

[GO-Magazin, April 2011]

Oben auf dem Berg guckt Martin Schneider-Jacoby durch sein Fernrohr, Carl Zeiss, Objektiv 65 Millimeter. Im Visier ein Schwarm Blässhühner, sechzigfach vergrößert, in seiner Linken ein digitaler Handzähler.

Unten auf dem See steht Niko in einem Holzkahn und legt seine Schrotflinte an. Im Doppellauf zwei RC32 Caccia, italienische Jagdpatronen, Kaliber zwölf Millimeter. Er zielt auf ein einsames Blässhuhn, das mit den Flügeln schlägt, zu müde abzuheben.

Die beiden Männer trennen fünfhundert Meter Luftlinie und die Unmöglichkeit, europäische Artenschutz-Richtlinien in ein Land zu bringen, das in Korruption und Gesetzlosigkeit versinkt. Eine Geschichte aus drei Perspektiven.

Der Vogelschützer

Als Schneider-Jacoby fertig ist mit seinem Schwarm, hat er 1100 Blässhühner gezählt. „Das ist nichts“, sagt er mit hochgerissenen Brauen, „es könnten hunderttausend sein!“ Diese Sümpfe böten alles, was ein Wasservogel braucht, Schilfwälder, Sandbänke, Fische, Lagunen – und doch sieht man statt großer Schwärme oft nur einzelne Vögel über den Himmel ziehen. „Sie haben alles leer geschossen!“

Doktor Martin Schneider-Jacoby, 54, ist Projektleiter der deutschen Naturschutzstiftung EuroNatur. Er ist Vogelschutz-Experte für die Staaten des ehemaligen Jugoslawiens; seit fünfundzwanzig Jahren kämpft der Ornithologe vom Bodensee gegen die Wilderer vom Balkan.

An diesem kalten Morgen im Januar trägt er einen schwarzen Cowboyhut und kurvt seinen dunkelgrünen VW Lupo die Straße zum See hinunter, nie schneller als erlaubt. Als er wenig später am Schilfufer entlang läuft, ist es seltsam still – doch den Ohren eines Ornithologen entgeht nichts.

„Schschscht!“ Er bleibt wie eingefroren stehen, hebt die Hand und flüstert: „Hört ihr das? Dieses Tschp-tschp-tschp? Das ist der Seidensänger.“ Ein paar Meter weiter stockt sein Schritt wieder und er richtet sein Fernglas auf einen schwarzen Punkt am Himmel: „Eine Rohrweihe, ein Raubvogel, ganz typisch für diese Gegend.“

Der Naturpark Hutovo Blato könnte ein Idyll für Vogelkundler sein. Doch dann raschelt es im Schilf: Ein angeschossener Mäusebussard zieht den rechten Flügel nach und versucht, ins Reet zu entkommen. In ein paar Tagen wird er verhungern. Ein Stück weiter liegt ein kleiner Kormoran tot im Gras. Schneider-Jacoby hebt ihn auf, nimmt den blutigen Schnabel zwischen die Finger und betrachtet den braunen Kopf. „Eine Zwergscharbe“, sagt er, „eine streng geschützte Art.“ Die tödliche Bleikugel steckt im Unterkiefer.

Die Zwergscharbe steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. Als im Oktober 2008 das erste jemals in Brandenburg gesichtete Exemplar von Jägern erschossen wurde, waren Deutschlands Vogelschützer entsetzt, der Fall ging durch die Presse, die Staatsanwaltschaft ermittelte.

In Bosnien-Herzegowina scheint Schneider-Jacoby der einzige zu sein, der sich um bedrohte Vögel schert. Er zieht durch Schutzgebiete und fotografiert Jagdverstecke und Patronenhülsen, Lockenten und Lautsprecher. Seine selbst moderierten Videos beginnen mit den Worten „Tatort Adria – Vogelmord auf dem Balkan“ und zeigen bewaffnete Männer in Militärkluft, die mit Schnellbooten übers Wasser jagen. Er notiert die Nummernschilder ihrer Autos, trifft Wildhüter und Direktoren von Naturparks und schreibt Briefe an die Minister, in Bosnien-Herzegowina und Kroatien, in Serbien, Montenegro und Albanien. Seit zwei Jahrzehnten fährt er die östliche Adriaküste auf und ab, er spricht perfekt serbokroatisch, sogar die Akzente – und doch scheinen sie ihn nicht zu verstehen.

Seine hellrote Haut passt nicht in dieses raue, staubige Land, in dem der Krieg die Gesichter gehärtet hat. Unter den kantigen Männern mit Schnurrbärten wirkt Schneider-Jacoby mit seinen schmalen Lippen und dem flachen Kinn wie eine Blaumeise unter Bussarden.

Er kommt aus einer anderen Welt. Schon sein Vater war Ornithologe, Vorsitzender des Naturschutzbundes (NABU) Schwäbisch-Hall. Mit vierzehn geht der Junge für einen Sommer auf die Bodenseeinsel Reichenau und hilft als Freiwilliger auf einem Hausboot zur Vogelbeobachtung. Dort verliebt er sich in die Tochter seines Chefs, dem NABU-Vorsitzenden aus Konstanz. Seine Diplom-Arbeit schreibt er über die Belchenschlacht, das traditionelle Blässhuhn-Gemetzel am Bodensee, dann heiratet er seine Jugendliebe, sie bekommen vier Kinder – und benennen sie allesamt nach Vögeln: Milan, Merlin, Robin, englisch für Rotkehlchen, und Eleonora nach dem seltenen Eleonorenfalken. Und wenn seine Vögelchen mal wieder ausgeflogen sind, macht der Vater den Grauspecht: Schneider-Jacoby hebt die Nase, spitzt die Lippen und pfeift eine leicht absteigende Folge heller Töne:

„Der Grauspecht! Das ist unser Familienruf.“

Er sitzt nun in der Lobby des Hotels von Karaotok, übersetzt „schwarze Insel“, ein kleiner Zypressenhügel, der aus den Sümpfen des Naturparks ragt. Im Winter kommen selten Gäste, aber an diesem Abend hat sich ein schwedischer Hobby-Ornithologe zu Schneider-Jacoby gesellt. 71 verschiedene Vogelarten hat der Schwede an diesem Tag erkannt, nun trägt er sie fein säuberlich in seinen Ringelblock ein: Sechs Silberreiher, drei Samtkopfgrasmücken, 45 Alpenstrandläufer und ein Seeregenpfeifer.

Am nächsten Abend, es ist Sonntag, treffen die beiden sich wieder. Der bullige Schwede ist in seinem Sessel versunken, den Blick zu Boden gesenkt. Die halbe Welt hat er bereist, um Vögel zu beobachten – aber so etwas hat er noch nie erlebt. Seit dem frühen Morgengrauen hallten die Salven über die Sümpfe, mit zwanzig Booten scheuchten die Wilderer die Vögel über den See.

„Das hier ist keine Jagd“, sagt er, „das hier ist Krieg!“

Neben ihm sitzt Schneider-Jacoby und erzählt, wie er morgens die Schüsse mit dem Handzähler gemessen hat, sechsundsiebzig waren es in fünf Minuten. Und wie ihm am Nachmittag ein Jäger begegnete, dem drei Blässhühner vom Gürtel baumelten. Als er ihn fragte, ob er wisse, dass die Jagd im Naturpark verboten ist, antwortete der Wilderer nur:

„Nema države, nema zakona!“ Kein Staat, kein Gesetz.

Die Wilderer

Ein Schuss peitscht über den See, zweihundert Bleikugeln prasseln auf das Blässhuhn ein, vergebliche Flügelschläge klatschen aufs Wasser. Ein zweiter Schuss, dann ist der Vogel erledigt.

„Fertig!“, sagt Niko, zeigt auf das Blässhuhn und lacht. Er legt das Gewehr ins Boot und holt einen silbernen Flachmann aus der Innentasche seiner Camouflagejacke. „Rakija“, sagt er mit einem Grinsen, Schnaps. Es ist neun Uhr morgens.

Niko reißt den Außenborder an, der grüne Holzkahn schiebt sich über den silbernen See, in dem sich die schneebedeckten Berge spiegeln. Als die Beute eingesammelt ist, gleitet er zurück in eine Schilfinsel, sein Jagdversteck, und wartet.

Niko Mrvalj ist ein guter Schütze. Als 1991 der Bosnienkonflikt losbrach, meldete er sich als Achtzehnjähriger freiwillig zur kroatischen Armee. Er kam in eine Spezialeinheit, die die Hafenstadt Dubrovnik verteidigen sollte. Doch gleich bei einem der ersten Angriffe der serbischen Truppen zerfetzte eine Mörsergranate seinen Bauch, seine Milz war nicht zu retten. Seitdem lebt er von einer Kriegsbeschädigtenrente, 8000 Kuna, knapp 1100 Euro, und mit einem Granatsplitter in der Brust. Die Wohnung im kroatischen Metkovic, die ihm zudem bezahlt wird, steht meistens leer. Seine Heimat ist das Dorf Dračevo in Bosnien-Herzegowina, wo er bis heute bei seinen Eltern lebt.

Dračevo liegt an der Westgrenze des Naturparks. Häuserruinen mit eingefallenen Ziegeldächern stehen zwischen grauen Neubauten, denen die Fassaden fehlen, weil den Bauherren das Geld ausging. Die Luft ist trocken, am Wegesrand brennen auf kleinen Feuern die Zweige von Kiwisträuchern, die Bäuerinnen verkaufen an Straßenständen Mandarinen. Von den Bäumen am Fluss wehen bunte Plastikfetzen, aufgeschwemmt von der letzten großen Flut. Lawinen aus Abfall kriechen die Hänge herab, Gummischläuche und Autoreifen, Fernseher und Kühlschränke, getragen von einem Meer aus blauen Müllsäcken. Die Hälfte der 350 Einwohner Dračevos ist arbeitslos. Es gibt nicht viel zu tun. Außer am Sonntag, da fahren die Männer hinunter zum See.

Es ist Mittag, als Niko sein Boot durch eine Schilfschneise steuert und am Ufer festmacht. Die Jagd hat zwei Stunden vor Sonnenaufgang begonnen, nun sind die meisten Wilderer zurück an Land. Unter einem löchrigen Tarnnetz kauert eine Gruppe junger Männer in Militäranzügen. Auf dem Betontisch, die Beine in zwei Bierkästen gegossen, liegen Klappmesser, fette Salami und Weißbrot, an einem Stock über dem Feuer brutzelt der Bauchspeck. Dazu gibt es selbstgepanschten Wein aus knittrigen Plastikflaschen.

Der Jüngste, kaum volljährig, stopft seine Beute, 13 Blässhühner, in einen Jutesack und verstaut ihn im Kofferraum eines zerbeulten Fiat Pandas. Sein Vater sitzt am Feuer und erzählt von früher. Damals, im vereinigten Jugoslawien, war die Gegend ein Jagdgebiet, man brauchte einen Jagdschein und einen Tagespass, Motorboote und Lockenten waren verboten. Fünf Blässhühner durfte jeder pro Tag schießen, mehr nicht, an der Brücke am Ende der Schotterpiste wartete die Polizei und überprüfte die Kofferräume.

Doch das war vor dem Krieg, und damit, das sagen hier alle, in einer anderen Zeitrechnung. Heute kommt kein Polizist mehr. Es gibt keine Regeln, die Lage ist außer Kontrolle.

Einer der jungen Männer springt auf und ergreift seine Flinte: eine Zwergscharbe im Tiefflug. Zwei Schüsse, ein Treffer, der Vogel stürzt in eine Pfütze im Gras, keine zehn Meter entfernt. Die Männer lachen, die Zwergscharbe reckt den Hals und würgt drei kleine Fische aus, die noch zappeln. Es dauert ein paar Minuten, bis der Vogel verendet. Er wird in der Pfütze liegen bleiben, die Männer werden nicht einmal zu ihm hin gehen; Zwergscharben sind mager und trocken, damit sie halbwegs schmecken, müsste man sie tagelang einlegen.

Sie schießen auf alles, was fliegt, doch je später der Tag, desto seltener treffen sie. Um ein Uhr mittags feuert Ivan, der mit dem rötesten Kopf, ein Dutzend Schrotladungen in die Luft. Er trifft nur einmal, und das nicht mal richtig; das taumelnde Blässhuhn sinkt langsam in Richtung des anderen Ufers. Hundert Schüsse bräuchte er für einen Vogel, sagen die anderen und lachen. Ivan lacht mit und nimmt noch einen Schluck vom Fusel.

Am frühen Nachmittag packen sie langsam zusammen, die dreißig Wilderer, die heute an den See gekommen sind. Sie verstauen Campingstühle, Außenborder und Schrotflinten in ihren Renault 4 und Golf 1 und röhren mit ihren rostigen Kisten durch den Schlamm. Die letzten Schüsse fallen aus einem fahrenden VW-Bus. Es ist Ivan. Er lacht und ruft: „Geht doch zum Direktor!“

Der Direktor

Eigentlich wollte Nikola Zovko seinen Park gern vom Boot aus zeigen. Drei Stunden, 75 Euro. Nein? Na dann eben in seinem Büro.

Zovko, der Direktor des Hutovo Blato, sitzt an seinem dunklen Holzschreibtisch, hinter ihm die Karte des Parks, links und rechts hängen holzgerahmte Fotos. Auf einem startet ein Schwarm Blässhühner, auf einem anderen schwimmt eine Zwergscharbe neben einer Seerose. In einem Glaskasten reißt ein präparierter Riesenlachs das Maul weit auf.

Das Problem, sagt Zovko, sei das Geld. 15 000 Euro habe ihm der Kanton für die Gehälter seiner achtzehn Mitarbeiter zugesichert, doch seit über einem Jahr schon bekommt er nicht mal mehr ein Drittel. Er kann seine zwölf Ranger nicht mehr bezahlen, keinen von ihnen. Nur die sechs Mitarbeiter der Verwaltung bekommen weiter ihr Gehalt. Die Frage ist, was es zu verwalten gibt.

Der Naturpark Hutovo Blato liegt brach. Es sollte ein Touristenparadies werden, das die ganze Region belebt, doch es kommen nur Schüler und im Herbst ein paar italienische Jagdtouristen. Die überdachten Foto-Safari-Boote unten am Fluss versinken im Schlamm, auf dem Naturlehrpfad liegen die grünen Hülsen der Schrotpatronen.

Zovko zündet sich eine Zigarette an, Marke Walter Wolf. Was, Herr Direktor, machen Ihre zwölf Ranger denn jetzt, da sie keine Arbeit mehr haben?

„Krivoloviti“, antwortet Zovko und stößt Rauch unter seinem Schnurrbart aus. Sie wildern.

Und Sie hindern sie nicht daran?

„Nein. Von irgendwas müssen die Männer ja leben. Also lasse ich sie ihr Gehalt schießen.“

Das Gespräch ist eine Viertelstunde alt, als der Direktor ungeduldig wird. Er habe nun keine Zeit mehr, es gibt viel zu tun, denn morgen kommt der Minister.

Das lindgrüne Haus mit den weinroten Ziegeln, in dem sich das Büro des Direktors befindet, ist das neue Besucherzentrum, gestiftet vom Umwelt- und Tourismusministerium der Föderation Bosnien und Herzegowina. Minister Herceg wird persönlich kommen, um es einzuweihen. Drei Gärtner sind damit beschäftigt, die kahlen Beete vor dem Eingang mit einer Reihe kleiner Bäume zu bepflanzen, auf der Zufahrtsstraße nach Karaotok werden die Schlaglöcher geteert.

Am nächsten Morgen um kurz vor zehn rollt eine Kolonne glänzender Limousinen auf die „schwarze Insel“ zu. Es ist der 2. Februar 2011, vierzigster Geburtstag der Ramsar-Konvention, einem Vertrag zum Schutz von Feuchtgebieten internationaler Bedeutung – Hutovo Blato ist eines davon.

Die Türen nagelneuer Audi A8 und E-Klassen öffnen sich, Männer in schwarzen Maßanzügen und Sonnenbrillen versammeln sich auf dem Parkplatz vor dem Besucherzentrum. Aus einem Landrover steigt eine junge Frau im kurzen Zebrarock: die PR-Chefin des Ministeriums. Auf Pfennigabsätzen eilt sie auf den Direktor zu, gibt ihm ein paar Anweisungen und schiebt ihn vors Mikrofon. Ein Dutzend Fotografen und vier Fernsehteams richten ihre Kameras auf ihn – doch der Direktor hat jetzt nicht viel zu sagen: Herzlich willkommen, schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind. Begrüßen wir nun gemeinsam den Herrn Minister.

In der zehnminütigen Rede von Nevenko Herceg geht es vorrangig um die gute Arbeit seines Ministeriums. Er spricht von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Naturschutz-Organisationen, von der Aufnahme in die EU und vom Kampf gegen die Klimaerwärmung. Von Wilderei kein Wort. Noch einmal betont er, wie viel sein Ministerium in den letzten fünf Jahren erreicht hat, dann strahlt er in die Kameras und schneidet gemeinsam mit dem Direktor das rote Band durch.

Nebenan, im Hotel von Karaotok, wird das Buffet aufgefahren. Es gibt Forelle und Dillkartoffeln, Cevapcici und schwarzen Reis, Tintenfischringe und dazu reichlich Rakija. Doch etwas fehlt auf den Tischen, was hier sonst auf der Speisekarte steht: Blässhuhn mit Kartoffeln, 12,50 Euro.

Fünf Euro zahlt das Hotel den Wilderern vom See. Der Kellner kommt aus Dračevo und saß morgens mit Niko und den anderen im Café. Hier erzählen sie auch von dem offenen Geheimnis, das jeder im Dorf kennt und die Wilderer aus ihren fahrenden Autos rufen: Nikola Zovko, der Direktor von Hutovo Blato, ist einer von ihnen. Er wildert in seinem eigenen Park.

Im Frühjahr fliegen wieder Scharen von Zugvögeln auf die östliche Adriaküste zu, auf ihrem Weg nach Mitteleuropa. Das Meer liegt hinter ihnen, ihre Flügel sind schwer, vor ihnen türmen sich die Gipfel des dinarischen Gebirges. Nur an wenigen Stellen reißt die Felswand auf und die Sümpfe dahinter verheißen Frischwasser, Fische und ein bisschen Schlaf im Schutz der Berge.

Die Wilderer warten schon.

 


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