Das Brummen im Walde

Über den Globus verteilt berichten Menschen von einem mysteriösen Geräusch – doch was es ist und wo es herkommt, weiß niemand. Eine Spurensuche im Schwarzwald.

[Süddeutsche Zeitung, Januar 2015]

 

Der Feind, sagt Frau Rieber, kommt von überall her. Aus dem Erdreich, über das Kanalsystem, durch die Luft. Sicher ist sie so gut wie nirgendwo, noch nicht einmal in den eigenen vier Wänden. Dort sei es sogar besonders schlimm, sagt Frau Rieber, kleine Statur, blonder Kurzhaarschnitt, modisches Äußeres. Bis in ihren Körper dringt der Feind vor, unsichtbar, für andere noch nicht einmal wahrnehmbar, am Tag, in der Nacht, eigentlich immer. Nur an einigen Stellen im finsteren Schwarzwald, zwischen hohen Fichten auf weichem Erdboden, findet sie Ruhe – im wörtlichen Sinne. Nur dort hört jenes Brummen auf, das sie seit mehr als drei Jahren verfolgt wie ein Stalker, der sich einfach nicht abschütteln lässt. In ihren wenigen ruhigen Momenten sitzt Frau Rieber zwischen baumelnden Blättern und Moosgeruch im Wald, schließt die Augen, atmet ein, atmet aus und betet: „Lieber Herrgott, hilf doch, dass dieser Ton irgendwann einmal aufhört.“

Manche aus ihrem Heimatort Furtwangen halten Brigitte Rieber deswegen für verrückt. „Die einen denken, man ist bekloppt, die anderen belächeln einen“, sagt die 55-Jährige in badensischem Dialekt. Aber Brigitte Rieber ist nicht verrückt. Sie hat auch keinen Tinnitus im Ohr. Rieber leidet unter dem sogenannten „Brummton-Phänomen“. Sie nimmt ein Geräusch wahr, das für sie klingt „wie so eine Turbine, die ganz langsam hoch fährt und dann wieder zurück, in einer ganz tiefen Frequenz.“

Damit ist sie nicht die Einzige: Rund um den Erdball berichten Menschen von dem Phänomen. Die ersten verlässlichen Quellen lassen sich bis in die sechziger Jahre zurück datieren, sie stammen aus England und Schottland. In den achtziger und neunziger Jahren werden erste Berichte aus den USA veröffentlicht, und sie alle ähneln sich: Die Betroffenen berichten von einem brummenden oder dröhnenden Geräusch in einer sehr tiefen Frequenz. Doch woher dieses Geräusch kommt oder was genau es ist, können die Leidenden nicht sagen. Niemand weiß es.

Selbst die Experten rätseln, dabei ist das Internet voll von wissenschaftlichen Überlegungen und spekulativen Diskussionen zum Thema; längst hat sich eine weltweite Community rund um das Phänomen gesponnen. Die Behörden sind alarmiert. Das Umweltbundesamt hat in diesem Jahr eine „Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall“ veröffentlicht, so wird jener Frequenzbereich genannt, der unterhalb der menschlichen Hörgrenze von 20 Hertz liegt. Auch in dieser Studie wird der Brummton diskutiert. Doch Jens Ortscheid vom Umweltbundesamt und Mitarbeiter jener Studie muss zugeben: „Die Situation ist sehr offen, wir wissen eigentlich überhaupt nichts.“

Vermutungen hingegen gibt es viele. Auch an diesem Sonntag bei einer Art Brummton-Selbsthilfetreffen in Freiburg. Zwei Paare aus dem Städtchen Schopfheim sind gekommen, ein Paar aus Vörstetten, ein Leidender aus Freiburg, der eigentlich Hamburger ist, ein Mann aus Burkheim. Und Brigitte Rieber. Gemeinsam sitzen sie nun in einem grauen Raum und lauschen den Leidensberichten der anderen. Eine der beiden Frauen aus Schopfheim erzählt, bei ihr habe das Brummen um Weihnachten 2013 begonnen. Am Anfang dachten sie und ihr Ehemann, vielleicht sei die Aquariumpumpe der Nachbarin kaputt und verursache das Brummen. Doch mittlerweile sei das Geräusch immer und überall da, egal ob zuhause, im Auto oder im Wald. „Es hört sich an wie eine Waschmaschine, die abpumpt.“ Zustimmendes Nicken aus der Gruppe. Der gebürtige Hamburger und Wahlfreiburger erwidert in Hamburger Schnack: „Ich nehme das Geräusch nur über die rechte Kopfhälfte wahr, es fühlt sich an wie ein schwingender Dieselmotor.“ Der ältere Herr aus Schopfheim wirft ein: „Meine Frau und ich hören es nicht – wir spüren es nur.“ Je länger das Treffen andauert, desto wilder werden die Spekulationen, desto mehr mögliche Ursachen für den Brummton geraten ins Radar der Betroffenen: Schnurlose Telefone und Transformatoren, zu schnell gepresstes Gas, Photovoltaik-Anlagen oder Mobiltelefone, Windkraftanlagen und Funktürme.

Irgendwann reden alle durcheinander, die Emotionen kochen hoch, Rieber vermutet gar eine Verschwörung, „Fernlenkung im großen Stil!“, sagt sie mit wütendem Blick und presst den spitzen Mund zusammen. Schließlich ruft der Hamburger zur Sachlichkeit auf: „Wir müssen nüchtern bleiben! Und ein bisschen runterkommen hier!“ Die Nerven sind bei allen Anwesenden gespannt; es ist der Schlafmangel, verursacht durch das nächtliche Brummen. Andere Symptome lauten Herzrasen, Angstzustände, Schweißausbrüche. „Das Schlimmste ist wirklich, dass wir nicht wissen, woher dieses Geräusch kommt“, sagt Rieber.

Tatsächlich steht noch nicht einmal fest, ob es sich bei dem Brummton wirklich um einen Ton handelt. Also um ein durch Schallwellen ausgelöstes, akustisches Signal, das in jenem Hörbereich liegt, den nur wenige Menschen mit einem sehr sensiblen Gehör wahrnehmen können. Andere Theorien gehen davon aus, dass elektromagnetische Wellen das Phänomen verursachen. „Ich glaube, das Brummen ist kein klassischer Ton, sondern wird durch elektromagische Radiowellen im niederfrequenten Bereich zwischen 3- und 30 Kilohertz ausgelöst, auf die der menschliche Körper reagiert“, sagt etwa Glen MacPherson. Der Lehrer für Mathematik, Physik und Biologie aus Vancouver nimmt das Brummen seit etwa zwei Jahren wahr. In einer Online-Datenbank hat er in akribisch-nüchterner Manier Informationen rund um das Phänomen aus aller Welt zusammengetragen und eine globale Karte erstellt, die mehr als 4000 Orte darstellt, an denen Menschen das Brummen schon wahrgenommen haben. Auffällig viele rote Punkte tummeln sich auf der Karte an der Ostküste der USA sowie in England, Schottland und Irland. Wieso, das kann auch MacPherson nicht genau sagen.

„Das Phänomen ist nachts stärker zu beobachten als am Tag, es verändert sich, manchmal taucht es aus dem Nichts auf, dann verschwindet es wieder, draußen ist es nicht so schlimm wie in Räumen, Menschen nehmen es auch dann noch wahr, wenn sie sich an völlig isolierten Plätzen der Erde aufhalten, Kilometer von der nächsten Geräuschquelle entfernt, oder wenn sie den Ort wechseln“, sagt MacPherson. Für ihn passen diese Beobachtungen nicht mit einem akustischen Signals zusammen. Wieder andere Überlegungen postulieren, das große Brummen komme sowohl durch akustische als auch elektromagnetische Wellen zustande. Genau belegen kann es niemand, auch wenn einige groß angelegte Studien wie etwa in Windsor, Kanada, jeweils eine lokale Ursache nachgewiesen haben wollen.

Brigitte Rieber vermutet nach wie vor die wachsende Anzahl an Mobilfunkmasten als die Hauptursache. Die Überlegung macht zwar im Hinblick auf den Brummton wenig Sinn, da dieser im niederfrequenten Bereich angesiedelt wird, Funktürme jedoch Signale im Mikrowellenbereich versenden und empfangen. Doch wie so oft, wenn der Mensch verzweifelt um Erklärungen für ein Phänomen ringt und die Suche keine plausible Lösung hergibt, gilt: Was nicht passt, wird passend gemacht.

„Man überlegt die ganze Zeit, wo das Geräusch herkommt“, sagt Rieber, „an manchen Tagen muss ich mich wirklich sehr zusammenreißen. Dann bin ich kurz vorm Ausrasten.“ Rieber arbeitet ausgebildete Masseurin und medizinische Bademeisterin, 15 bis 18 Patientin behandelt sie täglich in ihrem kleinen Praxisraum zuhause. Seit dem Sommer 2011 hört sie das Brummen. „Es war, als ob die Erde beben würde“, erinnert sie sich an den 28. Juni 2011, Rieber steht in ihrer Praxis und behandelt gerade einen Patienten. „Plötzlich war da ein ganz tiefes Dröhnen.“ Die ersten Tage beruhigt sie sich noch mit dem Gedanken, das Geräusch werde schon wieder verschwinden. Aber es verschwindet nicht. Nächte lang geistert Brigitte Rieber daraufhin durch Furtwangen, weil sie es im Haus nicht mehr aushält, sie lässt sich von ihrem Bruder, einem Arzt, untersuchen. Er misst ihren Blutdruck, untersucht ihre Ohren, schiebt sie in die Röhre nichts. Riebers Ehemann, von Beruf Schreiner, baut seiner Frau eine schalldichte Kabine mitten im Haus; nach zwei Tagen zieht die Gattin zurück ins eheliche Schlafzimmer. Die Riebers sanieren das komplette Haus, irgendwann bestellen sie eine Rutengängerin, die sagt, sie befreie das Schlafzimmer, den Praxis-Raum und das Wohnzimmer von Wasserverwerfungen. Doch keine Maßnahme bringt Abhilfe. „Irgendwann denkt man wirklich, man ist verrückt“, sagt Rieber jetzt in die Runde der anderen Betroffenen.

Auch die fühlen sich nicht ernst genommen, keiner von ihnen. Helfen kann niemand. Der Ohrenarzt nicht, der Neurologe nicht, die Ämter nicht. Sie verfügen noch nicht einmal über die nötige Gerätschaft, ginge man tatsächlich davon aus, es handle sich bei dem brummenden Phantom und einen tieffrequenten Ton. Auch Josef Herdner, Bürgermeister von Furtwangen, wirkt ratlos. Natürlich weiß er von den Riebers, er hat sie persönlich besucht. Es sind nur wenige hundert Meter von seinem Büro am Marktplatz bis zu ihnen, terrakotta-farbenes Haus, großer Garten, die junge Donau plätschert vor der Haustüre entlang; Idylle pur. Wer hier nachts sein Haupt aufs Kissen bettet, versinkt in absoluter Stille und schwarzem Nichts. Wäre da nicht dieses Geräusch. „Ich konnte den Brummton nicht hören, aber ich nehme die Sache ernst“, sagt Herdner. Eine Verwandte habe ein sehr sensibles Gehör, die höre sogar die Mäuseabwehranlage im Keller, die für Menschen eigentlich gar nicht hörbar sei, sagt der Bürgermeister. Herdner will Spezialisten mit einer Messung beauftragen, 5000 Euro wird das den städtischen Haushalt kosten. „Vielleicht kann man so wenigstens die Ursache rauskriegen“, sagt er. Hoffnungsvoll klingen seine Worte nicht, eher nach einem Akt der Hilflosigkeit.

Die Brummton-Leidenden in der Freiburger Selbsthilfegruppe kennen das Gefühl. Deswegen sind sich alle Anwesenden an diesem Sonntag einig: Sie müssen endlich ernst genommen werden von der Öffentlichkeit. Bis es soweit ist, hat jeder der Betroffenen ein eigenes Rezept, um mit dem unsichtbaren Feind fertig zu werden:

Frau Rieber wird in schlimmen Momenten abends ein Glas Rotwein trinken. „Und manchmal, am Tag, dreh´ ich auch die Musikanlage ganz laut auf, Bee Gees, bis ich den Ton nicht mehr wahrnehmen kann.“

Das Paar aus Schopfheim wird die CD mit Meeresrauschen einlegen. „Die läuft die ganze Nacht“, sagt die Ehefrau.
Das zweite Paar aus Schopfheim schwört auf maximale Erschöpfung . „Ich gehe erst ins Bett, wenn wir fast umkippen“, sagt der Mann.

Der gebürtige Hamburger versucht es mit autogenem Training. „Wenn das nicht hilft, schalten wir unseren kleinen Springbrunnen auf dem Balkon an.“

Und dem Paar aus Vörstetten bleibt noch die Gewitter-CD. „Manchmal leg´ ich mich auch mit dem Bundeswehr-Schlafsack raus auf den Balkon, wenn es drinnen gar nicht mehr geht“, sagt der Mann.

Doch es wird alles nichts nützen. Der Brummton wird bleiben. Und damit der Feind.


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